Wäärwäise

Mir hei lang gwäärwäised, was ächt öisi liebe Noochbere hüür für e Wienechtsbelüüchtig mondiere. S letscht Joor häi sie numme son en äifachi Liechterchetti um e Fänschterraame glyyret ghaa. Nüt Apaartigs halt.
Aber ohalätz, ich muess sääge, hüür häi sie d Füchs uusegloo.
Sit e baar Daag bambelet bi iinen e Blaschtiggschneemaa innefer an dr Schyybe. Duur e Daag duure gseet er zimmlig bleich us, aber z Nacht isch er natüürlig belüüchdet, wie sichs halt ghöört. Mir löie jetz bim Vorhang im Schloofzimmer immer es Späältli offe. So chan er bi öis die ganz Nacht yynegüüggele.
Wenn ich albe z Nacht uuf mues, gang ich gschnäll ans Fänschter und wink iim üübere, as er sich nit son ällei vorchunnt. Und dir glaubets nit, do letschti han ich würklich s Gfüel ghaa, er häigi mir zrugg blinzlet – oder isch es ächt äifach nummen e Waggelkontakt gsi?

Wäärwäise = hin und her überlegen
apaartig = speziell
innefer = innen
yynegüggele = reinschauen

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