Schüüredenn

Nundefaane. Soo han ich der Bottebrächt nie no ghööre challere. Er hed e zümpftige Schluck vom Burggermäischterli gnoo und denn loos gläit. «Daas hed jetz graad noo gfeelt. Jetz schwaafle die Städter wiider öbbis vo Wiiderveräinigung. Mir zääme mit deene gschniiglede Heere uus der Stadt. Es längt scho, as sii am Sunndig bi öis in der Geegend ummechäärle, alli guete Grillblätz bsetze und der Güsel löie lo ligge. Mir chömme scho sälber z Schlaag. Mir bruuche käini Gstudierte, wo öis sääge, wie men e Bach uusdoolt, e Dryschte macht oder richtig muused. Und doo non e guete Root. Achtig gee, as s Fass nit überlauft. Der Dröschschleegl lytt im Schüüredenn baraat.»
Denn hed er noo äinisch e Schluck gnoo und nüt me gsäit.

Schüüredenn = Dreschboden
challere = fluchen
Dryschte = Heuhaufen im Freien

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